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Gemeindeverband offene Kinder- und Jugendarbeit Kanton Bern (voja): Angebote für 130 000 Kinder und Jugendliche

Der Verband offene Kinder- und Jugendarbeit Kanton Bern (voja) repräsentiert seit 1999 die professionelle offene Kinder- und Jugendarbeit im Kanton Bern. Dem Verband voja sind insgesamt 230 Gemeinden mit rund 800 000 Einwohnerinnen und Einwohner sowie verschiedene Gesmtkirchgemeinden angeschlossen. Im Kanton Bern leben 130 000 Kinder und Jugendliche. 

Der Verband fördert die fachliche Qualität und die strategische Entwicklung der offenen Kinder- und Jugendarbeit im Kanton Bern. Er unterstützt die Sitzgemeinden bei Aufbau, Entwicklung und finanzieller Sicherung des Angebots. 

Daneben pflegt der Verband voja mit kantonal und national tätigen Organisationen im Bereich offene Kinder- und Jugendarbeit Partnerschaften (Verband Bernischer Gemeinden, infoklick.chStiftung Berner Gesundheit, jobs4teens by Pro Juventute, Dachverband offene Kinder- und Jugendarbeit Schweiz usw.). Rund 180 Jugendarbeitende aus den voja-Trägergemeinden engagieren sich in thematischen Fach- und Arbeitsgruppen. 

Der Verband voja ist als Verband mit Mitgliederversammlung, Trägertagung, Vorstand, Fach- und Geschäftsstelle organisiert. Die Fach- und Geschäftsstelle hat ihren Sitz im Passepartout-ch, dem Nationalen Zentrum für Kinder- und Jugendförderung in Moosseedorf.

Neben der Verbandstätigkeit und einer Reihe von strategischen Projekten erbringt der Verband voja folgende Dienstleistungen:
. Information und Beratung (z.B. www.voja.ch)   
. Wissensmanagement und Öffentlichkeitsarbeit (z.B. voja-Tag)     
. Bildung und Personalentwicklung (z.B. Weisse Woche)  
. Entwicklung und Innovation (z.B. Kampagne "Spielend aufwachsen" oder die lange Nacht der Partizipation)

1999 gründen einige Behördenmitgliedern aus der Region Bern den Verein offene Jugendarbeit Region Bern und lancieren damit eine kaum vorstellbare Erfolgsgeschichte. Mit dabei Persönlichkeiten, die über Jahre und Jahrzehnten die offene Kinder- und Jugendarbeit im Kanton Bern geprägt haben. 

An der Gründungsversammlung 1999 habe ich als Präsident der Jugendarbeit Worb an den Statuten herumkritisiert und wurde prompt zum Vizepräsidenten gewählt (Gründungspräsident: Markus Kaufmann, TOJ). 2001 übernahm ich das Präsidium, Markus Gander wurde Vizepräsident. 

Seither mehrere wachstumsbedingte Strategie- und Organisationsreformen. Jüngst 2016: Qualitatives Wachstum nach innen auf Basis von Excellence mit mehr Themenfokus für Öffentlichkeit und die Fachdebatte, für mehr Mitwirkung und Ausstrahlung zugunsten der Aufwachsbedingungen in den Gemeinden. 

Seit über 15 Jahren ist das Amt als voja-Präsident ein grosses Privileg, lehrreich, herausfordernd, erfüllend. Soviel Herzblut für das Zusammenleben in den Gemeinden, für die Perspektiven von Kindern und Jugendlichen und für das Gemeinwohl im Kanton Bern finden sich so rasch nicht wieder. Von Praktikantin bis Regierungsrat, von Stellenleitung bis kantonale Verwaltung, von Fachhochschule bis Gemeinderat - gemeinsam ist wirklich Grosses möglich. Und dies dank Dutzenden von engagierten Gemeindebehörden, Stellenleitenden, Arbeitsgruppen- und Fachgruppenmitgliedern und einem aussergewöhnlichen Vorstand: Markus Gander, Scarlett Niklaus, Thomas Bertschinger, Martin Leuenberger, Nina Grütter, Andreas Wyss, Angela Leibundgut, Isabel Althaus, Pascal Engler, Franziska Hess, Tobias Nägeli, Nadja Forster, Fach- und Geschäftsstellenleitung Viviane Marti und Fachmitarbeiterin Valérie Mahon.    

Kinder- und Jugendpolitik im Kanton Bern

Bei der Kinder- und Jugendpolitik sind die Gemeinden die zentralen Akteure. Insbesondere die ganz jungen Menschen sind in erster Linie auf den kommunalen Lebensraum ausgerichtet. Hier findet bis ins mittlere Jugendalter das Aufwachsen statt, hier werden alle wesentlichen Kompetenzen und Ressourcen erworben, Verhaltensweise trainiert und Selbstwirksamkeit erfahren, um später erfolgreich an der Gesellschaft teilhaben zu können. Die kommunale Kinder- und Jugendpolitik zielt deshalb darauf ab, den jüngeren Generationen optimale Aufwachsbedingungen bieten zu können. Im Zentrum steht dabei die Stärkung der Familie. Weitere zentrale Sozialisationsorte sind die Schule und der Sozialraum (Raum mit gesellschaftlichen Beziehungen): Während sich Kleinkinder vor allem in der Familie bewegen, gewinnen ausserfamiliäre und ausserschulische Beziehungen mit Gleichaltrigen ab Kindesalter laufend an Bedeutung. So erweitert sich der Aktionsradius schrittweise auf die Nachbarschaft, das Quartier, den öffentlichen Raum kommunal und später auch regional.   

Offene Kinder- und Jugendarbeit fokussiert den nebst Familie und Schule zentralen dritten Sozialisationsort: Den Sozialraum. Sie findet vorwiegend in ausserschulischem und ausserberuflichem Rahmen statt. Damit wirkt die offene Kinder- und Jugendarbeit als zentrales und in vielen Gemeinden auch einziges Bindeglied im Sozialraum: Bereits bei kleinen Kindern im Quartiert, auf Spielplätzen, bei Kinderangeboten usw. Im Jugendalter mit qualitativen Freizeitangeboten, einem Füllhorn an Jugendprojekten mit unterschiedlichen Schwerpunkten aber immer mit der Zielsetzung, die Kinder und Jugendlichen derart zu stärken, dass sie ohne einschneidende Probleme den Weg in die Gesellschaft finden. 

Offene Kinder- und Jugendarbeit im interkantonalen Vergleich

Bereits mit dem „Steuerungskonzept der offenen Kinder- und Jugendarbeit im Kanton Bern“ aus dem Jahr 2003 hat der Kanton Bern in der Kinder- und Jugendförderung schweizweit neue Massstäbe gesetzt. Mit der Verordnung über die Angebote zur sozialen Integration (ASIV) aus dem Jahr 2012 bekräftigt der Kanton Bern sein Engagement für die Kinder und Jugendlichen, insbesondere auch in qualitativer Hinsicht. Damit wurde ein neuer Meilenstein gesetzt, in dem die Vorreiter- und Innovationsrolle des Kantons Bern einen rechtlich verbindlichen Rahmen erhielt. In keinem anderen Schweizer Kanton wird offene Kinder- und Jugendarbeit derart konsequent und wirkungsorientiert als Verbundsaufgabe von Kanton und Gemeinden gefördert. 

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